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Hund und Halter

Warum sie oft sehr ähnlich sind...

Wie der Herr, so das Gescherr? Oder passt sich der Besitzer womöglich seinem Hund an? Beides stimmt. Das hat eine neue Studie des Psychologen Dr. Samuel Gosling von der Universität Texas erwiesen. Charaktereigenschaften des Herrchens wie „extrovertiert“, „gesellig“, „ängstlich“ oder „abenteuerlustig“ finden sich nach seinen Tests auch bei den dazugehörigen Vierbeinern.

 

Dies ist ein Phänomen, dass Verhaltensforscher bestätigen können, denn der Hund ist ein Rudeltier. Dadurch, dass er auf nonverbale Kommunikation angewiesen ist, achtet er besonders auf das Verhalten seines Anführers. Das können einfachste Körpersignale des Menschen sein, etwa seine Atmung, ein Zusammenzucken oder das Ausstoßen von Adrenalin. Wiederholen sich bestimmte Signale in bestimmten Situationen, merkt sich der Hund das.

 

Das kann sogar soweit gehen, dass sich die Charaktereigenschaften sehr weit annähern, ein Prozess, der vergleichbar ist mit der Sozialisation zwischen Eltern und Kindern.

 

Der richtige Partner

Aber nicht nur die inneren Werte zählen: Das Aussehen des Hundes ist nicht ganz unwichtig bei der Wahl des richtigen Tieres. Und ähnlich wie bei der Stimmungsübertragung findet diese Wahl ganz unbewusst statt und funktioniert ähnlich wie die menschliche Partnerwahl. So kommen Verhaltenswissenschaftler zum Schluss, dass wir die Gesichtszüge eines Hundes aus unserer menschlichen Perspektive interpretieren. Wir legen dem Tier ein menschliches Raster an und fragen uns, ob uns der Hund sympathisch ist. Jedoch kann mit der Mär aufgeräumt werden, dass sich Hund und Herrchen mit der Zeit optisch gleichen.